Zum zehnten Mal hat die fünfköpfige Jury der Zürcher Kirchen den Gewinnerfilm am Zurich Film Festival gewählt. Die Entscheidung fiel auf einen Film, der vor allem durch seine Landschaftsbilder und den präzisen, beobachtenden Blick des Regisseurs auf die Lebenswirklichkeit der mongolischen Protagonistin Maikhuu überzeugt habe, heisst es in der Medienmitteilung der Kirchen im Kanton Zürich.
Der Film zeigt das Leben einer alleinerziehenden Frau, die mit ihrem Lastwagen Kohle aus einem Bergbaugebiet durch die Wüste Gobi an die chinesische Grenze transportiert. Dabei muss die LKW-Fahrerin nicht nur im knallharten Wettbewerb bestehen, sondern auch mit den Auswirkungen von Dürren und den Unfällen auf der Strasse umgehen. Der Lebensmut der Protagonistin Maikhuu, die ihr Schicksal mit Ausdauer annimmt und sich in der rauen Welt behauptet, hat die Jury beeindruckt.
Die Preisverleihung fand am Donnerstagabend statt. Die Festrede hielt der Gemeindepräsident von St. Moritz, Christian Jott Jenny, der auch als Sänger, Entertainer und Produzent bekannt ist. Der Filmpreis der Zürcher Kirchen wird seit 2017 jährlich im Rahmen des Zurich Film Festival verliehen. Ausgezeichnet werden Produktionen, die sich durch ihre ethischen und moralischen Werte hervorheben und einen positiven Beitrag zu gesellschaftlichen Fragen leisten.