Erste Enzyklika von Papst Leo: KI muss der Menschheit dienen

In der Enzyklika «Magnifica Humanitas» stellt Papst Leo XIV. die Soziallehre der Kirche im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in den Mittelpunkt.

Papst Leo XIV.
«Magnifica Humanitatis», übersetzt «grossartige Menschheit», ist das erste Lehrschreiben von Papst Leo XIV.

Der erste Satz der ersten Enzyklika von Leo XIV., «Magnifica humanitas», «über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz» fasst die tieferliegenden Gründe und die Absicht des Schreibens zusammen: «Die von Gott geschaffene grossartige Menschheit steht heute vor einer entscheidenden Wahl: Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen»:

Es wurde an diesem Montag, 25. Mai, veröffentlicht und am 15. Mai unterzeichnet, am 135. Jahrestag der Veröffentlichung von «Rerum novarum» von Leo XIII. (1878-1903). Der heutige Papst hat das Erbe seines Vorgängers angenommen, indem er selbst eine Sozialenzyklika vorlegt, die eine der zentralen Herausforderungen der heutigen Zeit aufgreift: die Künstliche Intelligenz.

«Magnifica humanitas» ist in fünf Kapitel unterteilt und beginnt mit einem Grundgedanken: Die Technologie sei weder «eine menschenfeindliche Kraft» (4), noch «ein Übel» (9). Dennoch «ist sie nicht neutral, weil sie die Züge derer annimmt, die sie konzipieren, finanzieren, regulieren und nutzen». Darauf gründet der Aufruf des Papsts, «im Guten aufzubauen» und «menschlich zu bleiben», indem man die Logik der mutigen gemeinsamen Verantwortung und der Gemeinschaft verfolge.

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