360 Grad

Mensch und Tier, Gottfried Keller und der kleine Turm auf stattlicher Höhe

Vom Kirchturm raus in die Welt: Ein Blick rund um die Pfarrei St. Josef in Glattfelden.

Der Kirchturm ist nicht hoch, aber er ist auf eine stattliche Anhöhe gebaut. Als drei Menschen mit drei Hunden vorbeilaufen, spricht sie Francis Venmenikattayil an: «Entschuldigen Sie, ich bin der Pfarrer hier. Können Sie uns sagen, was man von hier oben alles sehen kann?» Während einer der Vierbeiner uns erst noch kräftig anbellt –, «junges Ding», kommentiert seine Besitzerin – zeigen sich die Menschen aufgeschlossen: Die alte Spinnerei könne man gut sehen, da seien jetzt Wohnungen drin. Natürlich das Gottfried Keller Zentrum, von dort gehe der Dichterweg aus – ja genau, Keller habe hier, im Heimatort seiner Eltern, oft die Ferien verbracht. Man sage, er habe hier sogar Inspirationen erhalten, für seinen «Grünen Heinrich» zum Beispiel. Und weil sonst nur Wohnhäuser im Blick sind, erwähnt Pfarrer Francis, dass er erst seit einem halben Jahr hier sei und dass man sich vielleicht noch kennenlernen werde. «Mein Neffe kommt bald zur Erstkommunion», schlägt eine der drei freundlich ein. 

Durch den Kirchenraum, die Sakristei, ein Besprechungszimmer, eine Dachbodentüre in der Decke mit ausziehbarer Treppe und eine Leiter erreichen wir den Glockenstuhl. Pfarrer Francis zeigt hinunter ins Dorf auf den Turm der reformierten Kirche und berichtet von guter Zusammenarbeit, im Altersheim feiere man regelmässig Gottesdienst. Ausserdem weiss er zu erzählen, dass die Glattfelder ein engagiertes Gemeindeleben hätten: Neben der Weihnachtsfeier veranstalte die politische Gemeinde Ausflüge für Seniorinnen und Senioren, an denen er schon dabei gewesen sei. Das Pfarrershaus neben dem Kirchlein hat die Kirchgemeinde neu zum Begegnungszentrum ausgebaut: Damit die Menschen auch hier einen guten Ort haben.

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