Das Fest Allerheiligen

Wir verbinden in unseren Breitengraden den beginnenden Winter und damit das «Sterben» in der Natur, den Blick auf die Vergänglichkeit allen Lebens mit dem Fest Allerheiligen. Ursprünglich jedoch wurde das Fest im 4. Jahrhundert im Anschluss an die Osterzeit, genauer nach Pfingsten, gefeiert. Der Zusammenhang leuchtet ein: Christus ist zu neuem Leben erstanden und damit der Erste, der von den Toten auferweckt worden ist; mit ihm dann alle Toten und besonders diejenigen, die ihm nachfolgten, die «zu ihm gehören» (1 Kor 15,20f), die «Heiligen».

Mit der Zeit verlor sich dieser Zusammenhang und im 8. / 9. Jh. wurde das Fest «Herrentag aller Heiligen» zuerst in Irland am 1. November gefeiert, wenn der Winter und das neue Jahr beginnen. Mit den irischen Mönchen kam das Allerheiligenfest auf den Kontinent. Nun rückte der Zusammenhang mit den Toten stärker in den Blick, was durchaus ebenfalls passt, da unser «Bindeglied» zu den Verstorbenen bzw. zu einer Hoffnung auf ein Leben im Himmelreich, Jesus Christus ist. (vgl. Allerheiligen und Allerseelen auf kath.ch)

Monika Bieri / Seelsorge und Co-Leitung

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