Musikalische Vesper mit Werken von P. Martin Schmid SJ

Im Rahmen des Monats der Weltmission lädt Missio Schweiz am Samstag, 24. Oktober 2026, um 18.00 Uhr zu einer besonderen musikalischen Vesper in die Kirche Guthirt in Zürich ein. Anlässlich des Jubiläums «100 Jahre Sonntag der Weltmission» erklingen Werke des Schweizer Jesuitenmissionars, Musikers und Architekten P. Martin Schmid SJ (1694–1772).

Martin Schmid wirkte im 18. Jahrhundert als Missionar bei den Chiquitos im Gebiet des heutigen Bolivien. Als Priester, Musiker und Architekt prägte er das religiöse und kulturelle Leben der dortigen Missionsgemeinden auf vielfältige Weise. Seine Kompositionen stehen in der Tradition des europäischen Barocks und sind zugleich Zeugnisse einer aussergewöhnlichen Begegnung zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Für Schmid war Musik weit mehr als künstlerischer Ausdruck: Sie war ein wesentlicher Bestandteil seines missionarischen Wirkens und schuf Verbindungen über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg. Diese besondere Verbindung von Musik, Glauben und Begegnung steht im Zentrum der Vesper.

Die polyphonen Werke werden von den Solistinnen und Solisten Joëlle Delley Zhao, Benoit Volkart, Bo Zhao und Fabrice Hayoz interpretiert. Begleitet werden sie von Musikerinnen des Ensemble Baroque du Léman sowie von Philippe Despond an der Orgel. Die musikalische Leitung liegt beim Freiburger Musiker Thierry Dagon.

Auch das Publikum wird in das musikalische Geschehen einbezogen: Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, einfache gregorianische Zwischengesänge mitzusingen. Zu Beginn der Feier führt ein spielerisches Einsingen in diese Gesänge ein.

Mit dieser musikalischen Vesper verbindet Missio als Schweizer Zweig der Päpstlichen Missionswerke das Jubiläum «100 Jahre Sonntag der Weltmission» mit der Erinnerung an eine prägende Persönlichkeit der Schweizer Missionsgeschichte. Zugleich lädt die Feier dazu ein, Weltmission als Begegnung und als Ausdruck weltkirchlicher Verbundenheit neu wahrzunehmen – getragen von einer Musik, in der Glaube, Liturgie und kultureller Austausch auf besondere Weise zusammenfinden.

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