Aschermittwoch - Einstimmung in die Fastenzeit
«Kehre um und glaube an das Evangelium» lautet einer der Begleitsätze beim Ausstreuen der Asche über die Gläubigen. Umkehren und glauben ist hierbei nicht nur als innerliche Frömmigkeitshaltung gedacht, sondern auch als Ermutigung, das eigene Denken und Handeln bewusst zu gestalten und konkret anzuwenden. Dazu lädt uns alljährlich die Ökumenische Fastenkampagne ein, die sich vom 18. Februar bis zum 5. April im Rahmen des Dreijahreszyklus «Hunger frisst Zukunft» mit dem Recht auf lokales Saatgut befasst.
Fasten im christlichen Sinn hat immer ein Ziel: der bewusste Verzicht kann in mir und in meinem Umfeld Neues bewirken und mitunter kann ein «Weniger» plötzlich sogar als «Mehr» erlebt werden. Wir können anders leben! Diese Erkenntnis ist Teil der jesuanischen Botschaft, denn Umkehr meint nicht primär einen rein äusserlichen Richtungswechsel, als wäre der bisherige Weg falsch, sondern ein Innehalten, um in Gemeinschaft mit Jesus und in der Gegenwart des Göttlichen der nächste Schritt bewusster, sorgfältiger und dankbarer zu tun. «Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt» - in diesem Sinne wünsche ich uns allen eine segensreiche Bildungsreise durch die österliche Vorbereitungszeit.
Zur Eröffnung dieser 40 Tage feiern wir den Aschermittwochsgottesdienst um 18:30 Uhr in der Kirche. Im Mittelpunkt steht die Verbrennung der Zweige zu Asche sowie die Spendung des Aschekreuzes als Sinnbild des Fastens und der Erneuerung (daher bewusst ohne Eucharistie).
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