Christi Himmelfahrt

An Christi Himmelfahrt feiern wir keinen Abschied, sondern die grenzenlose Weitung der göttlichen Gegenwart. Unser Blick richtet sich nicht in die Ferne in einen diffusen Himmel, sondern in die Tiefe einer verwandelten Gegenwart. Vierzig Tage nach Ostern wird Christus nicht aus der Welt genommen – er wird in Gott vollendet. Indem er die Fesseln irdischer Begrenzung löst, kehrt er heim in das Herz des Seins und wird uns neu gegenwärtig: verborgen, aber wirksam. Der Himmel ist lebendige Gemeinschaft mit dem Vater. Unsere Menschlichkeit ist in Gott aufgehoben; unser Staub trägt Verheissung. Wir sind nicht für den Staub geschaffen, sondern für die Unendlichkeit – geborgen schon jetzt im Licht des Ewigen.

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