Hl. Niklaus von Flüe
Am 25. September feiern wir das Hochfest des heiligen Niklaus von Flüe (geb. 1417, gest. 1487), oft auch einfach Br. Klaus genannt, der Schutzpatron der Schweiz. Nach seinem Dienst als Offizier im Alten Zürichkrieg heiratete er Dorothea und hatte mit ihr 10 Kinder. Er war ein angesehener Bauer und amtete auch als Ratsherr des Kantons und war Richter in seiner Gemeinde.
1467 verliess er, mit dem grossherzigen Einverständnis seiner Frau, die Familie, um fortan als Einsiedler ganz für Gott zu leben. Nachdem er erst in die Ferne wollte, fand er sein Zuhause letztendlich nur wenige Minuten von seiner Familie entfernt, wo er seine Berufung lebte. Er führte in seiner Klause ein intensives Gebetsleben und es wurden ihm auch Visionen geschenkt. Die letzten 19 Jahre lebte er allein aus der heiligen Kommunion und Wasser. 1947 wurde er heiliggesprochen.
Besonders bekannt wurde sein tägliches Gebet: «Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.», aus dem hervorgeht, dass Gott das Gute in und durch uns vollbringt und wir, durch die Gnade Gottes, zu seinem Instrument werden dürfen. Ebenso bringt es seine innige Verbundenheit mit Gott, aber auch sein Vertrauen und seine Hoffnung in Ihn zum Ausdruck.
Br. Klaus ist besonders für seine Friedensbemühungen bekannt. Und so verhinderte sein Eingreifen bei der Tagsatzung in Stans im Jahre 1481 den Zerfall der Eidgenossenschaft und führte zu einer Einigung zwischen Stadt- und Länderorten.
Auch heute können uns Br. Klaus, aber auch seine Frau Dorothea, zum Vorbild werden. Denn sie beide standen Mitten im Leben und waren gleichwohl offen für die gelebte Gottesbeziehung. Br. Klaus vermochte viele Menschen zu berühren, und so wurde er, gerade durch sein Eremiten- und Gebetsleben auf Gott hin, zum Seelsorger für viele suchende Menschen und zum politischen Ratgeber.
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