Fast weg. Aber nur halb.

Unser Niklaus wie er leibt und lebt - immer voller Elan dabei!

Liebe Pfarreiangehörige

Wer hätte das gedacht? Als ich am 1. August 1987 als junger Franziskaner und frisch angestellter Katechet in der Erlöserpfarrei startete, rechnete ich mit vielem – aber nicht damit, hier einmal in (Teil-)Pension zu gehen.
Die ersten Jahre waren lehrreich, intensiv und gelegentlich auch abenteuerlich. Pfarrer Franz von Atzigen war mein Mentor: fordernd, fördernd und immer mit Rückenwind. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar. Bald gehörten Einsätze in der Epi-Klinik, Unterricht in der Sonderschule, Bibelstunden und Gottesdienste ganz selbstverständlich dazu. 1990 zog ich weiter – der Orden rief. Ganz weg war ich aber nie: Während zehn Jahren kam ich regelmässig für Gottesdienste zurück. Man könnte sagen: Ich war der Rückkehrer mit Dauerabo. 2001 wurde aus dem Abo wieder Alltag. Auf Anfrage von Lucie Incardona und Richi Lauber begann ich erneut in der Erlöserkirche, diesmal als Seelsorgehelfer. Es folgten gut 25 bewegte Jahre mit sechs Pfarrern, eineinhalb Jahren gemeinsamer Leitung mit Andreas Rellstab und vielen Ideen, die geblieben sind: Stubete, Waldweihnacht, Emmausgang, Pfingstfeuer, Kochen für Männer oder der Missionssonntag. Und natürlich die Pfarreireisen – von Sizilien über England bis von Hamburg nach Cannes. Europa kannte uns bald.

In den letzten Jahren rückte die Seniorenarbeit in den Mittelpunkt. Ein echtes Herzensprojekt, das wachsen durfte und heute gut unterwegs ist.

Nun verabschiede ich mich vom täglichen Betrieb. Ganz weg bin ich aber nicht: Mit 50 Prozent bleibe ich der Seniorenarbeit und einzelnen Projekten treu. Man wird mich also seltener sehen – aber sicher nicht ganz los.

Zum Schluss bleibt vor allem eines: Dank. Danke allen Mitarbeitenden und besonders den Menschen in der Pfarrei für Vertrauen, Offenheit und viel Geduld mit mir.

Ich freue mich, wenn wir am Sonntag, 22. Februar 2026, gemeinsam auf meine (Teil-)Pensionierung anstossen.

Niklaus Markus Gehrig

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