Rückblick Herbstausflug 2026

Pünktlich versammelte sich die Reisegesellschaft unseres Männervereins am 10. September um 07.15 Uhr vor dem Pfarreizentrum zum Herbstausflug auf die Schynige Platte. Florian, unser junger Buschauffeur, startete programmgemäss mit seinen 41 Reisenden Richtung Luzern und Brünigpass, wo wir den ersten Kaffee- und Gipfeli-Halt machten. Trotz des etwas bedeckten Wetters war die Aussicht auf den tiefblaugrünen Lungernsee und die umliegende Bergwelt ein Traum. Wie immer auf unseren Tagesreisen waren wir auch diesmal wieder eine sehr aufgeweckte, vielseitig interessierte und lustige Gruppe. Es wurde nicht nur kräftig diskutiert; zur Abwechslung machte auch ein Duo mit einem Lied und einem Jodel auf sich aufmerksam. Es erinnerte uns an unsere früheren Schulreisen, an die Zeit, als wir im Zug und auf Bergwanderungen ein langes Repertoire an Volksliedern in die Natur hinaustrillerten. In Wilderswil angekommen, setzten wir unsere Fahrt mit der historischen Zahnradbahn auf die Schynige Platte fort. Von einem Bahnangestellten erfuhren wir, dass es auf der gesamten Strecke keine elektronischen Signale gibt. Die Züge werden vom Bahnhofvorstand persönlich auf die Strecke geschickt und alle Weichen von Hand bedient. Auf der Fahrt hinauf veränderten sich die Baumarten immer wieder: Laubbäume, Fichten, Weisstannen, Lärchen und Arven. Nach einem Aufstieg von rund 1‘800 Metern war die Waldgrenze erreicht und machte den Alpweiden und Alpenblumen Platz. Und wo war die liebe Sonne? Nach der langen Hitzephase entschloss sie sich ausgerechnet an diesem Tag, das Zepter einmal dem Nebel zu übergeben. Dieser machte tüchtig Überstunden und verdeckte das berühmte Alpenpanorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Dem Nebel zum Trotz genossen wir im Panoramarestaurant ein gemütliches Mittagessen. Zusammen mit einem guten Rot- und Weisswein war unsere Stimmung ausgezeichnet. Anstatt den Alpengarten zu besuchen, fotografierten einige von uns kurzerhand das Blumenplakat oder das Bild von Eiger, Mönch und Jungfrau. Ein goldiger Humor! Eine unverhoffte Überraschung erlebte eine kleine Gruppe von uns, als zwei einheimische Alphornspieler das wunderschöne, alte Lied spielten «Kein schöner Land in dieser Zeit…». Eine innige Melodie, die uns zum Summen und Singen ermunterte. Um 15.00 Uhr fuhren wir wieder sehr zufrieden und in bester kameradschaftlicher Stimmung in der Zahnradbahn hinunter. Dann freuten wir uns auf unseren Chauffeur Florian, der sogar die Heizung im Bus ein wenig eingeschaltet hatte. Kleine Aufmerksamkeiten mit grosser Wirkung. Zurück im Restaurant Kaiserstuhl durften wir in der warmen «Stube» noch ein Getränk bestellen. Mit grosser Dankbarkeit für diesen gemeinsamen Tag machten wir uns auf den Heimweg – zurück in unsere eigene warme Stube.

Helen Werren (Bericht gekürzt; In voller Länge auf unserer Homepage)

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