AKTIVIA-Vortrag: Verkehr 45
Foto: ETH Zürich
Nachdem der nächste Ausbauschritt für die Nationalstrassen von der Schweizer Stimmbevölkerung abgelehnt wurde und sich gleichzeitig Finanzierungs- und Umsetzungsprobleme beim Angebotskonzept 2035 der Bahn abzeichneten, beauftragte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die ETH Zürich mit einer unabhängigen strategischen Priorisierung der offiziell geplanten Kapazitäts- und Angebotserweiterungen auf Strasse, Schiene und im Agglomerationsverkehr für die Periode 2025–2045 im Rahmen des Projekts Verkehr 2045.
Gegenstand des Gutachtens waren rund 500 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 112,7 Milliarden Schweizer Franken, die in einen Finanzrahmen von 30 beziehungsweise 40 Milliarden Franken einzupassen waren. Das Gutachten und die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden im Oktober 2025 unter grosser medialer Beachtung veröffentlicht. Im Januar 2026 empfahl der Schweizer Bundesrat weite Teile davon zur Umsetzung.
Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die Methodik und die Beurteilungsansätze von Verkehr 2045 sowie über die gesamtheitliche Projektbeurteilung, welche unter anderem Kapazität, Stabilität, Reisezeiten, Redundanz und Nachhaltigkeit berücksichtigt. Im zweiten Teil werden ausgewählte Infrastrukturprojekte mit Bezug zum Raum Zürich vorgestellt und im Kontext der übergeordneten Netzlogik eingeordnet.“
Nadja Vetterli, AKTIVIA-Kerngruppe