Blasiussegen, Sonntag, 1. Februar, 9.30 bis 10.30
St. FelixundRegula
Im Kreis 4 leben Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Lebensformen Tür an Tür. Der Blasiussegen lädt dazu ein, um Schutz und Heil für sich und andere zu bitten – unabhängig von der eigenen religiösen Bindung. Er erinnert daran, dass jedes Leben schützenswert ist und dass Wohlergehen mehr umfasst als das Ausbleiben von Krankheit: Es geht auch um innere Stärke, gute Worte und solidarische Beziehungen.
Der Segen geht auf den heiligen Blasius zurück, einen Bischof aus dem 4. Jahrhundert, der als Fürsprecher bei Halsleiden verehrt wird und für das bewahrte Leben eines Kindes steht. Heute wird der Blasiussegen nicht als magischer Schutz verstanden, sondern als persönlicher Zuspruch: Menschen wird zugesagt, dass sie in Krankheit, Angst und Belastung nicht allein sind.
Gerade in einem Quartier, in dem viele ohne kirchliche Zugehörigkeit leben, möchte dieser Segen ein Angebot sein, keine Pflicht. Wer ihn empfängt, sagt damit: Gesundheit, Respekt und Frieden sind mir wichtig – für mich selbst, für meine Nächsten und für unser Zusammenleben im Kreis 4. Der Blasiussegen steht so im Einklang mit dem Einsatz der Kirchen für interreligiöse Zusammenarbeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Franco Luzzatto
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