Mitreden – Mitgestalten – synodal unterwegs

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Vor Kurzem hat mich ein Freund, der Theologe ist, daran erinnert, dass es zum Thema „Synodaler Prozess“ ein Abschlussdokument gibt. Es heisst: „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe, Sendung“ und stammt von der 16. Generalversammlung der Bischofssynode.
Die Idee einer synodalen Kirche ist nicht nur ein Modewort. Sie steht für eine Kirche, die gut zuhört, miteinander spricht und gemeinsam Entscheidungen trifft. Gerade heute fühlen sich viele Menschen von der Kirche oft fremd. Die Synodalität zeigt neue Wege, wie Kirche offener und zugänglicher sein kann.
Synodalität bedeutet, dass alle zusammenkommen: Laien, Theologen und Bischöfe. Sie sind alle gleichwertig und zeigen Respekt gegenüber den verschiedenen Meinungen. So wird nicht über die Menschen geredet, sondern mit ihnen gesprochen. Das schafft Vertrauen und macht Platz für Neues.
Deshalb lohnt es sich, mutig und gemeinsam den Weg der Synodalität zu gehen. Der Prozess hat vor vier Jahren begonnen. Er hat viele Menschen, auch mich, begeistert und Hoffnung gemacht, dass unsere Kirche besser zuhört, gemeinsam entscheidet und zusammen Dinge umsetzt. Wir sind aber auch nur Menschen, deshalb geht es nicht immer so schnell, wie wir es uns wünschen.
Ich erinnere mich noch gut an die Begeisterung in unseren Gemeinden, bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Diakonie und Sozialen Arbeit. Aber ich weiss auch um die Enttäuschungen, weil viele Dinge immer noch unfair sind, Ausgrenzung passiert und die Veränderungen langsam vorankommen.
Trotzdem wächst in mir die Hoffnung, wenn ich sehe, wie wir alle im Kleinen versuchen, gut zuzuhören, ohne gleich alles besser zu wissen; wenn ich spüre, wie geduldig sich jeder Mühe gibt und sein Bestes gibt. Dann glaube ich, dass auch im Grossen viel möglich ist.
Nicola Siemon, Sozialarbeiterin
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