Die Suche nach spiritueller Identität

Ort: Paulus Akademie - Pfingstweidstrasse 28 - 8005 Zürich

Rabia von Basra im Kontext früh-sufischer Frömmigkeit

Rabia von Basra (ca. 717–801) zählt zu den herausragendsten Persönlichkeiten der frühislamischen Mystik. Ihre Gestalt verkörpert eine frühsufische Frömmigkeit, die durch eine radikale Gotteszentriertheit geprägt ist und sich von eigennütziger Religiosität abgrenzt. Im Mittelpunkt ihres Denkens steht die bedingungslose Gottesliebe, die das Individuum nicht nur verneint, sondern transformiert.

Der Vortrag nutzt Rabia als Ausgangspunkt für eine theologische Auseinandersetzung mit der spirituellen Identität im frühen Sufismus. Anhand überlieferter Aussagen und Legenden wird untersucht, wie in ihrer Figur eine spezifische Form religiöser Subjektivität zum Ausdruck kommt, die zwischen Selbstverleugnung, innerer Freiheit und göttlicher Nähe balanciert.

Gleichzeitig wird Rabia als eine Gegenfigur zur normativen Frömmigkeit betrachtet – eine Stimme, die etablierte Vorstellungen von religiöser Identität hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet.

 

Referentin:
Dr. Almedina Faković

Konzeption:
Lejla Delic

Moderation:
Dr. Tabitha Walther

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