800 Jahre nach dem Heimgang des heiligen Franz von Assisi
Vor 800 Jahren, am Abend des 3. Oktober 1226, starb Franz von Assisi. Sein Zeugnis ist bis heute lebendig. Seine Grösse lag nicht in aussergewöhnlichen Leistungen, sondern darin, dass er das Evangelium radikal ernst nahm. Er wollte Christus nicht nur bewundern, sondern ihm nachfolgen, arm, demütig und voller Liebe. Franz erkannte in der Schöpfung die Handschrift Gottes. Sonne, Mond, Tiere und Menschen waren für ihn Geschöpfe desselben himmlischen Vaters. Diese Sicht führte ihn nicht zu einer Vergöttlichung der Natur, sondern zu tiefem Lob des Schöpfers. Die Schöpfung war für ihn ein Spiegel der Güte Gottes. Besonders bewegend ist seine Liebe zum gekreuzigten Christus. Auf dem Berg La Verna empfing Franz die Wundmale Jesu. Sie waren äusseres Zeichen seiner innigen Verbundenheit mit dem Herrn. Sein Leben war geprägt von Gebet, Busse und dem Wunsch, Christus immer ähnlicher zu werden. Franz erinnert auch uns daran, worauf es im Leben ankommt: nicht auf Besitz, Erfolg oder Ansehen, sondern auf die Freundschaft mit Gott. Wer Christus in die Mitte stellt, gewinnt eine Freiheit, die keine äusseren Umstände nehmen können. Gerade in einer Zeit voller Hektik und Unsicherheit ist dieses Zeugnis aktueller denn je.
Am Sonntag, 4. Oktober feiern wir gemeinsam das Patrozinium unserer Pfarrei und ehren unseren Kirchenpatron, den heiligen Franz von Assisi. In diesem Jahr erhält das Fest durch den 800. Todestag eine besondere Bedeutung. Seine Fürsprache begleite unsere Pfarrei und alle, die in ihr ein geistliches Zuhause gefunden haben.
Veröffentlicht am