Das Fest: «Die Taufe des Herrn»

Mit der Taufe Jesu im Jordan endet die Weihnachtszeit und es beginnt sein öffentliches Wirken. Dieses Fest wird am Sonntag nach Epiphanie gefeiert und erinnert daran, wie Jesus sich von Johannes taufen liess. Dabei öffnet sich der Himmel, der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube herab und Gott nennt Jesus seinen „geliebten Sohn“.

Lange galt diese Perikope als anstössig: Wie kann ein „normaler“ Mensch mit all seinen Grenzen den Sohn Gottes taufen? Wir sollten hierbei betonen, dass der Geist Gottes auf Jesus herabkommt – die Taufe wirkt allein durch Gottes Gnade. Das Untertauchen und Auftauchen deuten auf Sterben und Auferstehung im Glauben hin.

Die Taufe Jesu ist ein Zeichen der Offenbarung und der Sendung: Jesus stellt sich in die Reihe der Menschen, er wird uns zum Bruder, der auf Augenhöhe mit uns leidet, lebt und liebt.

Anika Trütsch, Seelsorgerin und Theologin

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