Abgesagt. Wiederaufnahme zu einem anderen Zeitpunkt vorgesehen – Frisch. Günstig. Auf Kosten der Ärmsten. - Wie können wir die Ausbeutung auf europäischen Plantagen stoppen?
Ort: Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich
Bild: KI generiert
Die Obst- und Gemüseregale der Schweizer Supermärkte sind auch im Winter prall gefüllt: mit Tomaten aus Spanien, Zucchetti aus Italien oder Clementinen aus Frankreich – garantiert zum Tiefpreis. Doch die billigen Lebensmittel gehen auf Kosten der Landarbeiter und Erntehelferinnen, die oft unter prekären Bedingungen arbeiten: Tiefstlöhne, ausbleibende Lohnzahlungen, fehlende Aufenthaltsbewilligungen, mangelnder Sozialschutz und sexuelle Übergriffe an Frauen gehören auf den Plantagen Südeuropas zum Alltag.
Auch unser Podiumsgast Yasmina Tellal machte diese Erfahrungen, als sie für spanische Zeitarbeitsfirmen tätig war. Was bedeutet es, sich als rechtlose Landarbeiterin mit Leihfirmen und der Europäischen Union anzulegen? Was können wir tun, um menschenrechtswidrige Arbeits- und Lebensbedingungen in der europäischen und schweizerischen Landwirtschaft zu verändern? Und wie profitiert die Schweiz von diesem ausbeuterischen System?
Gäste
– Yasmina Tellal, ehemalige Landarbeiterin, Whistleblowerin und MeToo-Aktivistin
– Eva-Marie Meemken, Assistenzprofessorin für Ökonomie und Politik von Ernährungssystemen an der ETH Zürich
Leitung / Moderation
– Hannes Lämmler und Peter Gerber, Gründungsmitglieder der Landwirtschaftskooperative Longo Mai und Mitglieder im Forum Civique Européen
– Katrin Hermann, Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich
– Dana Sindermann, Fachbereichsleiterin Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich SPAZ und Europäisches Bürgerinnen Forum
Medienpartner: WOZ