Auf den Spuren Dantes – Rückblick auf unsere ökumenische Studienreise in die Emilia-Romagna
Vom 8. bis 15. April 2026 unternahmen wir, eine Gruppe begeisterter Reisender aus den Kirchgemeinden St. Mauritius Oberengstringen und der Reformierten Kirche Zürich Kirchenkreis Zehn, eine unvergessliche ökumenische Studienreise in die „göttliche» Emilia-Romagna – auf den Spuren des grossen Dichters Dante Alighieri.
Von Zürich aus flogen wir nach Bologna, wo unsere Reise in das Herz Norditaliens begann. Bereits der erste Stopp setzte einen hohen Massstab: Im malerischen Bertinoro, einem Dorf hoch über der Romagna-Ebene, ahnte man schon, was die nächsten Tage bereithalten würden.
In Rimini, unserem Ausgangspunkt für die ersten Reisetage, entdeckten wir weit mehr als einen bekannten Badeort. Das alte Fischerviertel Borgo San Giuliano, die mächtige Tiberiusbrücke und der Augustusbogen – der älteste erhaltene römische Triumphbogen Norditaliens – liessen die Jahrtausende lebendig werden. Ein Ausflug in die Marken führte uns nach Gradara, jener sagenumwobenen Burg, in der die tragische Liebesgeschichte von Paolo und Francesca ihren Anfang genommen haben soll – von Dante im fünften Gesang der Göttlichen Komödie für die Ewigkeit festgehalten.
Santarcangelo di Romagna verzauberte uns mit seinen unterirdischen Höhlen und der historischen Leinenwerkstatt, dem „Mangano». Wer hätte gedacht, dass eine Druckerei aus dem 17. Jahrhundert noch in Betrieb sein kann? Ein freier Nachmittag in der kleinen Weltrepublik San Marino rundeten diese Tage wunderbar ab. Der absolute Höhepunkt der Reise war zweifellos Ravenna. Als Hauptstadt der byzantinischen Mosaikkunst und UNESCO-Weltkulturerbe liess uns die Stadt schlicht staunen. Die Basilika San Vitale mit ihren weltberühmten goldenen Mosaiken, Sant’Apollinare Nuovo, das Mausoleum der Galla Placidia und das Battistero Neoniano – jedes dieser Meisterwerke für sich allein wäre schon eine Reise wert. Den würdigen Abschluss bildete der Besuch von Dantes Grab, jenem stillen Ort, an dem der Dichter, der uns auf dieser ganzen Reise begleitete, seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Comacchio, das „kleine Venedig» der Emilia-Romagna, empfing uns mit seinen Kanälen und Brücken. Im Aal-Museum erfuhren wir Erstaunliches über die jahrhundertealte Fischtradition der Region. Die Abtei von Pomposa, eines der bedeutendsten romanischen Klöster Italiens, berührte uns mit ihrer schlichten Grösse und ihren wunderschönen Fresken tief. Und schliesslich Ferrara – eine Stadt, in der die Renaissance noch greifbar zu sein scheint: das mächtige Castello Estense, das jüdische Viertel, der Dom. Bologna, die letzte Station, empfing uns mit ihren berühmten Arkaden und den beiden Türmen als krönender Abschluss dieser reichen Reise. All das wäre nicht dasselbe gewesen ohne unseren Stadtführer Michele, der uns mit seiner unerschöpflichen Begeisterung, seinem tiefen Wissen und seiner herzlichen Art tagtäglich inspiriert und begeistert hat. Er verstand es meisterhaft, Geschichte lebendig zu machen und uns das Seele dieses wunderbaren Landstrichs näherzubringen. Und wer hätte nicht den Fotoapparat kaum aus der Hand legen können? Die Teilnehmenden haben diese Reise in unzähligen Bildern festgehalten – ein schönes Zeugnis dafür, wie viel Schönes es zu entdecken gab. Im Rahmen des ausgeschriebenen Fotowettbewerbs hat die Jury aus den vielen wunderschönen Einsendungen die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger gekürt:
1. Preis: Karin Gugger 2. Preis: Ute Preising 3. Preis: Ueli Buchs
Die prämierten sowie weitere Fotos der Reise können auf unserer Website eingesehen werden.
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