Die syro-malabarische Kirche ist mit Rom verbunden, aber eigenständig …
Die syro-malabarische Kirche ist eine der 24 selbstständigen Teilkirchen der römisch-katholischen Kirche mit dem Papst als Oberhaupt. Der christliche Glaube ist bereits im Jahr 52 nach Christus durch den Apostel Thomas zu uns gekommen. Er hat nach der Überlieferung in Südindien, im heutigen Kerala, auch Malabar genannt, das Evangelium verkündet. Unsere Liturgie ist eine der ältesten.
Was ist für eure Gemeinschaft wichtig?
Die Eucharistiefeier in unserem orientalischen Ritus mit Singen und Beten lässt uns eintauchen ins Geheimnis des Glaubens. Beim Wortgottesdienst und beim Segen steht der Priester zum Volk gewandt, bei den Eucharistischen Gebeten zum Altar: alle richten sich gemeinsam zu Gott. Das Zusammenkommen für die Messfeier ist daher für uns immer eine Freude. Es gibt Senioren- und Müttergruppen, einen Chor, regelmässige Gebetsgruppen, für die Kinder eine Sonntagsschule. Sie besuchen aber auch den Religionsunterricht in der Schweizer Pfarrei.
Was fehlt in der Schweiz?
Die enge Verbundenheit der Familie ist in Indien sehr wichtig. Diese hat ihre Wurzeln im regelmässigen Familiengebet und Kirchgang. In unserer Liturgie – leider nur einmal im Monat – erleben wir diese Verbundenheit sehr stark. Wir würden gerne öfter in unserem Ritus feiern. Doch wir nehmen auch an den Gottesdiensten in den Pfarreien teil, wo wir wohnen.