Agnes ist 101 Jahre alt und lebt ganz allein in einer grossen Wohnung mitten in Berlin. Zweimal am Tag bringt ihr ein Fahrradkurier das Essen. Zeit für eine kurze Unterhaltung hat er jedoch nicht. Ausser mit ihrem Goldfisch William spricht Agnes mit niemandem. Ihre zwei Ehemänner hat sie überlebt und in ihrem vergilbten Adressbüchlein sind alle Namen durchgestrichen, bis auf den von Charlotte, der Geliebten ihres verstorbenen Mannes.
Nach einem erneuten Malheur mit dem Herd darf Agnes nur unter der Bedingung zu Hause wohnen bleiben, dass jemand bei ihr einzieht. Ausgerechnet Charlotte hilft Agnes dabei, eine Mitbewohnerin zu suchen. Der Zufall will es, dass Amir die Schlange bei der Wohnungsbesichtigung vor Agnes’ Haus sieht und sich hineinschleicht. Ein weiterer Zufall ist, dass sich die beiden bereits einmal auf dem Platz vor Agnes’ Haus begegnet sind. «Viel Glück und wenig Pech», hat Agnes damals zu Amir gesagt. Als er plötzlich in ihrer Wohnung steht, deutet Agnes dies als Zeichen und wählt ihn als Untermieter.
Amir ist Iraner und homosexuell. Während eines Kongresses ist der junge Arzt in Deutschland geblieben, wo er einen Asylantrag gestellt hat. Ginge er in den Iran zurück, drohte ihm Haft, weil er dort wegen Unzucht angezeigt wurde.
Die Hochbetagte und der Asylsuchende werden zu einer Schicksalsgemeinschaft und freunden sich immer mehr an. Die 72-jährige Katharina Thalbach spielt die 101-jährige Agnes authentisch. Besonders anrührend in den Momenten, in denen durch die fast durchsichtige, von Altersflecken geprägte Haut Agnes’ Lebensfreude zu leuchten scheint – etwa wenn sie mit ihrem motorisierten Dreirad durch die Stadt zum Tanzlokal fährt, um für einen Weltrekord zu üben.
Zu schön, um wahr zu sein? Weit gefehlt: «Lieblingsmenschen» basiert auf der wahren Geschichte von Amir und Agnes, die drei Jahre lang zusammengelebt haben. Das macht diesen Film zu einem wahren Feel-Good-Streifen.
Lust mit uns zusammen den Film des Monats «Lieblingsmenschen» anzuschauen?
Wir gehen am Mittwoch, 25. November gemeinsam ins Kino.
Die genaue Zeit und der genaue Ort werden noch bekanntgegeben.
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