Zürich regional

Unsere Sprache: Italienisch

Don Patryk Kaiser, Leiter der Missione Cattolica di Lingua Italiana Flughafen-Kloten

Sie sind kein Italiener und leiten dennoch die italienischsprachige Mission?

Meine Eltern lebten in Schlesien als Deutsche. Nach dem Krieg kam das Gebiet zu Polen, wir lernten Polnisch und Russisch. Das half mir in der Gefängnisseelsorge, wo ich Menschen aus slawischen Ländern betreut habe. Studiert habe ich in Rom, ich fühle mich im Italienischen zuhause. In der Mission haben wir Menschen aus dem Tessin, aus Albanien, Kosovo, Indien, Portugal oder Südamerika. Alle sind willkommen.

Was sind die Herausforderungen?

Unsere Mission umfasst 12 Pfarreien und 45 politische Gemeinden, jede mit anderen administrativen Abläufen. Oft höre ich erst im letzten Moment, wann eine Bestattung stattfindet. Dank der Zusammenarbeit mit den anderen italienischen Missionen können wir das bewältigen. Ehevorbereitung und Firmvorbereitung für Erwachsene machen wir auch gemeinsam. Erstkommunion und Firmung für Jugendliche jedoch geschieht für alle in den Schweizer Pfarreien.

Was freut Sie besonders an Ihrer Aufgabe?

Viele Menschen suchen unsere seelsorgerliche Begleitung und die Eucharistiefeiern. Ich arbeite sehr gern mit meinen Verantwortlichen im Generalvikariat und in der Kantonalkirche zusammen. Ursprünglich komme ich aus dem Zisterzienser-Orden. Die benediktinische Spiritualität trägt mich noch heute. Die glücklichsten Tage in meinem Leben sind jene, wenn ich am Abend todmüde bin.