Sie sind seit kurzem in der Schweiz. Was hat Sie überrascht?
Es ist ein wunderschönes Land, das ich vier Tage pro Woche bewundere, wenn ich von Nyon bis St. Gallen, Basel und Zürich reise, zu unseren slowakischen Gemeinden. Sie sind sehr lebendig, es gibt viele Gruppen und sehr viele Freiwillige. Es ist eine Freude, mit ihnen unterwegs zu sein.
Was sind die Herausforderungen?
Bisher waren die Slowaken an ihrem Ort unter sich. Ich wünsche mir, dass wir schweizweit eine Familie werden. Grosse Schritte in diese Richtung sind schon passiert. Wir treffen uns neu regelmässig mit Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Zentren und planen gemeinsame Projekte. Den Tag der Migrantinnen und Migranten am 27. September im Kloster Mariastein überlassen wir nicht mehr unseren Leuten von Basel, sondern unterstützen sie aus der ganzen Schweiz.
Sie wohnen als Franziskaner im Kloster in Freiburg.
Das ist ein grosses Geschenk. Ich helfe in der Küche, im Garten oder wo es nötig ist. Wir leben im Rhythmus der Gebete. Da es in Freiburg keine slowakische Gemeinschaft gibt, die mich für sich beansprucht, kann ich gleichermassen für alle da sein. In der Slowakei war ich eine Zeitlang Gemeindepfarrer. Im Kloster und als Missionar für die Menschen da zu sein, entspricht meiner Berufung und macht mich glücklich.