Gibt es viele koreanische katholische Gläubige?
In Korea sind unter jenen, die einer Religion angehören, mehr als die Hälfte Christen verschiedener Konfessionen. Im Gottesdienst in Zürich sind wir um die 50 Gläubige, auch von Stans, Frauenfeld oder Basel. Etwa 200 sind mit uns in Kontakt. Neu stossen Junge aus Korea, die an der ETH studieren, zu uns, und oft auch Reisende, die einen koreanischen Gottesdienst suchen. Sich in einer anderen Kultur neu orientieren müssen und gemeinsam Schwierigkeiten meistern schweisst eine Gemeinde zusammen.
Was ist Ihre Aufgabe als Vorsitzender?
Ich habe mich intensiv um die Nachfolge unseres Priesters Antonio Youngdeok Lee gekümmert, der zurück nach Korea gegangen ist. Nach langer Suche haben wir einen koreanischen Priester gefunden, der in Belfort (Frankreich) angestellt ist und sich bereit erklärt hat, in seiner Freizeit zu uns zu kommen. Wir sind dankbar, denn wir brauchen ein «Nest» und jemanden, der uns die Botschaft Gottes bringt. Nun schauen wir, in welchem Rhythmus der Priester kommen kann, und organisieren unsere Aktivitäten entsprechend neu.
Der Weltjugendtag 2027 wird in Korea sein …
Ja, ich möchte wenn möglich mit der Familie dabei sein und mithelfen. Ich bin im Kontakt mit dem Komitee in der Schweiz und werde mich hier gerne einbringen. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass die Jungen mitgenommen werden im Glauben, auch hier in unserer kleinen koreanischen Gemeinde. (bl)