Rund 120 Freiwillige machen es möglich, dass das Telefon Nr. 143 rund um die Uhr, der Chat von 10 bis 22 Uhr und der englischsprachige Chat von 18 bis
23 Uhr besetzt sind. Mails werden innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Egal wie schwierig, traurig oder anstrengend eine Beratung ist: unser Da-Sein, Zuhören und Ressourcen-Unterstützen macht total Sinn. Und dann gibt es auch immer wieder leichte und schöne Momente und viel Dankbarkeit. Unsere Freiwilligen sind unser höchstes Gut. Meine Aufgabe ist es, sie zu rekrutieren, auszubilden, weiterzubilden, zu begleiten – natürlich immer in Zusammenarbeit mit anderen unseres Teams. Wir führen ein intensives Bewerbungsverfahren durch. Anschliessend folgt, je nach Aufgabenbereich, eine bis zu einem Jahr lange und intensive Ausbildung mit Themen wie gewaltfreie Kommunikation, ressourcenorientierte Beratung oder Selbstreflexion. Es berührt mich, wenn die Freiwilligen erzählen, wie viel sie von dieser Ausbildung auch persönlich profitieren. Ihr Engagement entspricht einem 20%-Job. Wir sind stolz, dass sie im Durchschnitt 10 Jahre im Einsatz bleiben. Ich war immer schon an Menschen und ihrer Geschichte interessiert. Daher bin ich auch selbständige Supervisorin. Schon als Kind und Jugendliche habe ich viele Fragen gestellt. Der Pfarrer in meinem Dorf wollte mich darum nicht konfirmieren. Zum Glück fand das der Pfarrer im Nachbardorf eine positive Eigenschaft, so dass ich doch noch konfirmiert wurde. Diese Neugier hat mich auch ins Ausland geführt, ich war lange in Mexiko. In der Freizeit bin ich gern in der Natur, gehe jedes Jahr ein paar Tage allein in die Berge. Gerne bin ich auch bei meinen Pflanzen, am Wasser, oder ich stricke, häkle oder schleife die Fensterläden unseres Hauses in den Bergen. (bl)
Manuela Matt
Zürich regional
«Der Pfarrer wollte mich nicht konfirmieren»
Diana Joss, Fachleitung, Die Dargebotene Hand Zürich