Kleines Glück

Archäologische Fenster in Zürich

Waren Sie schon mal in einem Ehgraben? Im Spätmittelalter war das eine grauslige Angelegenheit, denn hierhin wurden die Abfälle aus Küchen und Latrinen geworfen. Heute kann man trockenen Fusses und ohne irritierte Nase durchgehen. Die kleine hölzerne Türe an der Schifflände, die zu einem noch erhaltenen Abfallgraben führt, übersieht man fast. Sie öffnet sich mit einem Schlüssel, der im Stadthaus gegen Hinterlegung eines Ausweises erhältlich ist. So auch ein Kellerraum  bei der Zentralbibliothek, mit den Überresten einer mächtigen Stadtmauer. Weitere archäologische Fenster geben den Blick frei auf Pfahlbaufunde aus der Steinzeit, frühmittelalterliche Gräber, einen römischen Goldschatz, den Märtyrerstein von Felix und Regula oder mittelalterliche Wandmalereien . Die insgesamt 11 archäologischen Fenster – nicht für alle braucht es einen Schlüssel – sind in der Zürcher Altstadt am besten mit dem Papier-Stadtplan zu finden, der im Stadthaus ausgegeben wird. Auf Online-Karten sind die kleinen Eingänge nicht verzeichnet. Eine analoge Entdeckungsreise!

Informationen: Stadthaus,
Stadthausquai 17, Zürich,
Schalter S im Erdgeschoss:
Montag bis Freitag 8.00–18.00 Uhr, Samstag 9.00–12.30 Uhr

www.stadt-zuerich.ch