Sie betreuen Menschen von der Ostschweiz bis Zürich, wie geht das?
Vom Januar bis März besuche ich bis zu 1000 Familien. Wir segnen ihre Wohnungen, sprechen mit ihnen, schauen, was sie brauchen. Über 100 Freiwillige packen an, wo es nötig ist. Zwei Ordensschwestern arbeiten wie ich vollamtlich: Ehevorbereitung, Religionsunterricht, Chorleitung, Organisation der jährlichen Wallfahrt usw. Die Messe feiere ich abwechslungsweise an verschiedenen Orten.
Viele Albanischsprechende kamen nach dem Kosovokrieg. Wie geht es Ihnen?
Die meisten sind gut integriert, haben eine kleine Firma oder gute Arbeit, sprechen gut Deutsch. Die Kinder feiern in ihrer Pfarrei Erstkommunion. Ende Mai laden wir alle zu einem grossen Fest in die Mission in Sirnach ein. Zur Mission gehören auch Tanzgruppen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Das Fest der Nationen feiern wir zusammen mit der Pfarrei Heilig Kreuz in Zürich Altstetten, da treten sie immer auf.
Was ist einzigartig bei euch?
Von März bis Juni feiern wir jeden Dienstag eine Messe zu Ehren des heiligen Antonius mit 500 Leuten. Zum Schluss kommen alle Kinder zum Altar, bekommen den Segen und Süssigkeiten. Ein Fest! Unsere Leute sind sehr gläubig, schätzen die Verwurzelung in ihrer Kultur, was ihnen für eine gesunde Integration hilft.