Sie sind seit mehr als 50 Jahren in der MCLI engagiert. Was hat sich verändert?
Früher haben wir viele Weiterbildungen gemacht, zu biblischen, psychologischen und gesellschaftlichen Themen wie Schule oder Drogen. Heute sind die Leute älter, es gibt monatlich Senioren-Nachmittage in Stäfa, Rüti-Tann, Zollikerberg und Wald, mit 30–40 Teilnehmenden. Seit einigen Jahren kommen aber neu junge Familien wegen der Arbeit in die Schweiz. Sie suchen die Missione, unsere Gottesdienste sind wieder voll, und es gibt eine Gruppe «mamme bambini».
Warum braucht es die Missione?
Die neu Zugezogenen sprechen noch nicht Deutsch, und einige Senioren haben nie richtig Deutsch gelernt und brauchen eine Begleitung in ihrer Sprache. Die Kinder und Jugendlichen sind in der Schweizer Pfarrei integriert.
Das Büro der Missione ist nicht im Pfarreizentrum …
Nein, aber die Zusammenarbeit ist fantastisch. Im Pfarreirat der Pfarrei Stäfa sind immer zwei Personen aus der Missione. Eine Gruppe, deren Präsidentin ich bin, engagiert sich für gemeinsame Anlässe wie das Kirchgemeindefest, Spaghettata, St.-Martins-Essen usw. Einmal im Monat gibt es einen zweisprachigen Gottesdienst. Unser Missionar ist Pfarradministrator von Stäfa und hilft als Priester aus. Wenn es die Missione nicht gäbe, würde sehr viel fehlen!