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Kartensammlung
Zwölf Gehversuche im Beten
Zwölf blaue Karten im A5-Format, vorne mit feingliedrigen, in weisser Schraffurtechnik phantasievoll gestalteten Vögeln, dem Titel und dem Hinweis auf einen Bibeltext, auf der anderen Seite ein kurzes, manchmal in Versform gehaltenes, immer neu formuliertes und zeitgemässes Gebet: Das sind die «Gehversuche im Beten» des Theologen und langjährigen Seelsorgers Stephan Schmid-Keiser. «Erbarmungsrufe um Frieden», «Wieder fröhlich nach allem» oder «Allen Widrigkeiten zum Trotz» – letzteres auf der Karte mit einer Ruhe verströmenden Eule, die auf einem Schlüssel sitzt – zu jeder inneren Verfassung lässt sich ein Gebet finden, das unser «Suchen und Stammeln vor fern-nahem göttlichen Grund» ausdrückt.
— Zwölf Gehversuche im Beten.
Stephan Schmid-Keiser, Mosaicstones Thun, 2025.
ISBN 978-3-03965-080-4
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Buch
Himmelweit geerdet
Dieses Gebetsbuch hat sich das ökumenische Stadtkloster Zürich zum 10. Geburtstag geschenkt. Für die eigene Gemeinschaft ebenso wie für alle, die Spiritualität mit dem Schutz der Schöpfung, Gebet mit Gemeinschaft oder einsamer Stille, Kunstbetrachtungen mit konkretem Handeln verbinden möchten. Traditionelle Tagzeitengebete und Psalm-Responsorien sind hier ebenso zu finden wie Impulse zur Körperwahrnehmung. Es gibt Ikonen und Gedichte von Josua Bösch, Gebete von Silja Walter, Hilde Domin oder auf Schweizerdeutsch übersetzte Gebete der New-Monasticism-Bewegung, zu der auch das Zürcher Stadtkloster gehört. Gedenktage erinnern an bekannte Heilige und an moderne Märtyrer, Menschenrechtsaktivistinnen oder ökologische Anliegen. Handlungsimpulse schicken aus der Kontemplation wieder hinaus ins Leben.
— himmelweit geerdet. gem&einsam beten. Stadtkloster Zürich, 2025
bestellen: info@stadtkloster.ch
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Musik
Baba Yetu
Das mitreissendste Vaterunser-Gebet, das ich kenne, ist das in Swahili gesungene «Baba Yetu» von Christopher Tin. Unzählige Chöre haben es im Repertoire, es wird in Gottesdiensten gesungen, lässt die Kirchenräume vibrieren und die Seelen sich weiten. Geschrieben wurde es 2005 als Titelmelodie des Computerspiels «Sid Meier’s Civilization IV.» In dieser Simulation der Weltgeschichte geht es um den Aufbau einer Zivilisation, die durch Militär, Kultur, Diplomatie oder im Weltraum dominiert. Was hat wohl das Vaterunser damit zu tun? Vielleicht fand es der Komponist einfach passend zu einem Spiel, das die Menschheitsgeschichte mit Höhen und Tiefen zeigt? Passend, weil Gott die Menschheit in allem, im Guten und Schlechten, begleitet? Jedenfalls war sein Song die erste Computerspiel-Musik, die einen Grammy gewonnen hat (2011).