Zürich regional

Unsere Sprache: Slowenisch

David Taljat, Priester der Slowenischen Mission in der Schweiz

Was hat Sie in den 23 Jahren Ihrer Tätigkeit am meisten überrascht?

Als ich begann, wurde die Mission von vielen aktiven Jungrentnern getragen. «Wenn diese älter sind, wird die Mission geschlossen», sagten meine damaligen Vorgesetzten. Doch seit den 2000er-Jahren ziehen viele junge Familien zu. Nicht alle sind gläubig, aber viele wünschen trotzdem den Kontakt und geniessen die Gemeinschaft. Heute gibt es an 11 Orten in der Schweiz je einmal im Monat einen Gottesdienst.

Wer gehört zum Team der Mission?

Ich bin allein, kümmere mich um alles, Sekretariat, Pastoral, Kontakte mit Facebook und Whatsapp-Gruppen … Aber an jedem unserer Gottesdienstorte gibt es eine verantwortliche Person, die sich um Räumlichkeiten, Gemeinschaftsanlässe, Nikolausfeiern und vieles mehr kümmert. Einmal im Jahr treffen sich alle an der Wallfahrt nach Einsiedeln. Die meisten sind sehr integriert in die Schweizer Pfarrei, aber die Mission stärkt ihre Identität.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Meine Aufgabe ist es, für die Menschen da zu sein, Beziehungen zu pflegen, Zeit zu haben für ihre Anliegen und Gespräche. Wir machen keine Projekte und Pläne. Der Heilige Geist wirkt, wenn die Beziehungen lebendig sind. Aber vielleicht das: dass ich als Priester positiv und dankbar bleibe, und dass die Pastoral auch nach meiner Pensionierung weitergeht.