Zugang zur Grabeskirche nun doch möglich

Israels Polizei hatte am Palmsonntag den lateinischen Patriarchen Pierbattista Pizzaballa nicht in die Grabeskirche gelassen. Nach weltweitem Protest sollen die Kar- und Osterfeiern in der Kirche nun doch möglich sein.

Blick in eine der Kuppeln der Grabeskirche in Jerusalem.

Kirchenvertreter dürfen zu den Kar- und Osterfeiern die Jerusalemer Grabeskirche nun doch betreten. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Franziskaner im Heiligen Land bestätigten am Montag eine Einigung mit der israelischen Polizei. Man habe nun eine klare Regelung für die Feiern der Karwoche und Ostern in dem Gotteshaus getroffen.

Die beiden ranghöchsten katholischen Kirchenvertreter im Heiligen Land dankten dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog für sein rasches Eingreifen, nachdem am Sonntag israelische Polizisten Pizzaballa und Ielpo am Betreten der Grabeskirche zur Feier von Palmsonntag gehindert hatten. Der Vorfall hatte weltweit für Kritik gesorgt. Auch Präsident Herzog selbst begrüßte am Montag die Einigung.



Wahrung der Religionsfreiheit bleibt eine grundlegende Pflicht

«Gerade in Zeiten von Not und Konflikt, wie sie wir derzeit erleben, bleibt die Wahrung der Religionsfreiheit eine grundlegende und gemeinsame Pflicht», so die beiden italienischen Ordensleute. Sie äusserten die Hoffnung, dass es gelingen werde, weitere Einigungen zu treffen, die eine Feier an den Heiligen Stätten in einer Weise ermögliche, «die sowohl legitime Sicherheitsbedürfnisse als auch die religiösen Bräuche und Gebete respektiert, die für Hunderte Millionen von Gläubigen von tiefer Bedeutung sind».

Wegen der kriegsbedingten Beschränkungen für öffentliche Versammlungen wollen die Kirchen alle Liturgien und Gebete live in alle Welt übertragen, teilten Patriarch Pierbattista Pizzaballa und Franziskaner-Kustos Francesco Ielpo mit.