Zürich regional

Unsere Sprache: Italienisch

Don Luca Capozzo, Leiter der Missione Cattolica di Lingua Italiana Oberland-Glattal

Was unterscheidet die Missione von einer Pfarrei?

In Italien, auch in San Francesco Winterthur, wo ich vorher war, gibt es das «Oratorio»: eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit, inklusive Vorbereitung zu Erstkommunion und Firmung. Hier gehen die Kinder dafür in die Schweizer Pfarrei, was ich gut finde, aber die Arbeit mit Kindern vermisse ich trotzdem.

Braucht es die Missione noch?

Sie ist ein wichtiger Bezugspunkt für Italienerinnen und Italiener. Auch wenn sie hier aufgewachsen sind, möchten sie den Kontakt zu ihren Wurzeln nicht verlieren. Andere sind vor vielen Jahren eingewandert und haben immer noch Mühe mit der deutschen Sprache. Sie treffen sich in Seniorengruppen, wo wir religiöse und soziale Themen besprechen. Diese Gemeinschaft ist für sie wichtig. 

Was ist die grösste Herausforderung?

Die Jungen miteinbeziehen. Unser Seelsorger begleitet eine Gruppe von jungen Erwachsenen, aber es ist oft schwierig, ein Datum zu finden, das allen geht.

Was ist der schönste Anlass?

Jedes Jahr gibt es ein grosses Solidaritätsfest, 60 bis 80 Freiwillige arbeiten mit. Gottesdienst, Essen, Tombola und dieses Jahr mit «Guarda­stelle», einer Theatergruppe von jungen Menschen mit und ohne Behinderung aus Sizilien. Für ihre inklusive Arbeit ist auch der Erlös bestimmt. Zum Fest kommen gut 300 Leute, die Stimmung ist immer toll.