Zürich regional

Unsere Sprache: Tschechisch

Katrin Napravnik, Pfarreiratspräsidentin der tschechischen Mission

Ihre Gemeinschaft ist ohne Pfarrer, wie geht das?

Wir haben einen Kirchenrat gegründet und uns als Verein organisiert, eine Website aufgebaut und organisieren für unsere Gläubigen weiterhin die Wallfahrt nach Einsiedeln, Exerzitien, Familientage. Für die Gottesdienste suchen wir immer neu einen Tschechisch sprechenden Priester, der manchmal von weit her anreist.

Was sind die positiven Aspekte daran?

Unser kleines Kirchenrats-Team ist sehr aktiv. Die Website-Verantwortliche organisiert Anlässe für Jugendliche, sie hat wieder eine Nikolaus-Feier ins Leben gerufen, was es fünf Jahre lang nicht mehr gab. Letztes Jahr machten wir einen Skitag für Familien mit zwei Messen, in denen unsere Teenager coole Musik machten. Ein Ehepaar organisiert Exerzitien im Flüeli-Ranft, ein anderes bei sich zuhause in einem grossen Bauernhaus. Wer Hilfe braucht oder einsam ist, findet bei uns Gemeinschaft.

Was erhoffen Sie für die Zukunft?

Gerade ist der Pfarrer der Slowaken in die Heimat zurückgerufen worden. Wir wünschen uns, dass ein neuer Pfarrer slowakisch und tschechisch feiern und beide Gemeinschaften unterstützen könnte. Es ist einfach anders, wenn man Gottesdienste in der heimatlichen Sprache und Kultur feiern kann, die Schweizer Messlieder und Gebete gehen nicht gleich ins Herz!