1. Was wissen die wenigsten über die ungarische Mission?
Unsere Mission ist 80 Jahre alt. Nach dem zweiten Weltkrieg und der Niederschlagung der ungarischen Revolution 1956 kamen die ersten ungarischen Flüchtlinge. Unsere Gläubigen kommen aber auch aus Rumänien, Serbien, der Slowakei … von überall, wo es ungarischsprachige Minderheiten gibt. Diese sind wegen der Traditionen und der Erziehung oft mehr mit der Kirche verbunden.
2. Was freut Sie an Ihrer Arbeit?
Der Kontakt mit den hier lebenden Ungarn und Ungarinnen und die vielfältige Tätigkeit – ich bin nebst dem Pfarrer die einzige Angestellte der Mission. Und das Gemeinschaftsleben: Es gibt Senioren-Nachmittage, Feste, Exerzitien, Pilgerreisen, Apéros nach den Gottesdiensten … Unser Kirchenchor ist seit 1986 sehr aktiv. Gemeinsame Veranstaltungen mit der Pfarrei werden häufiger, auch weil unser Pfarrer 40 Prozent in der Pfarrei Bruder Klaus angestellt ist.
3. Was macht Ihnen Sorgen?
Wir möchten die ungarischen Gläubigen in der Region und darüber hinaus zusammenbringen. Wir haben auch in Schaffhausen, Frauenfeld und Winterthur Gottesdienste und Anlässe. Leider ist es ein Merkmal der Wohlstandsgesellschaft, dass die Menschen seltener den Weg zur Kirche finden. Es kommen aber vermehrt gläubige junge Familien, für sie bauen wir nun unsere Angebote aus.