Orgelrevision: Neue Töne in alten Gefässen
Wer in den vergangenen Wochen einmal in Richtung Orgelempore geschaut hat, hat sich über das ausgehöhlte Orgelgehäuse gewundert oder er war einfach überrascht, dass in den Gottesdiensten anstelle der grossen Orgel die Truhenorgel und das Klavier erklangen. Grund dafür ist die ungefähr alle 20 Jahre notwendige Generalüberholung der «alten Dame», die während der Sommerpause vonstatten ging. Orgelbauer Michael Volpert und sein Team nahmen das Instrument ganz auseinander, um Tasten, Pfeifen und Gehäuse komplett zu reinigen. Drähte, Federn und Filzdämpfungen mussten ausgewechselt sowie Teile der elektrischen Registertraktur erneuert werden. Auch wurden einzelne Pfeifen neu intoniert, wodurch die Orgel nun in einem frischeren, helleren Klang erstrahlt. Die majestätischen Dimensionen des königlichen Instruments – 15 x 8 x 1.5 Meter – verlangten den Orgelbauern nebst handwerklichem Geschick auch einiges an Kletterkunst ab! In ihrer vollen Pracht wird die neu revidierte Orgel am Sonntag, 13. September zu hören sein. Nathan Schneider spielt in der Orgelmatinee um 12.15 Uhr ein Programm mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Joachim Schwander
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