Zum Erntedank

Lebensmittel sind bei uns bis heute jederzeit reichlich vorhanden. Wir können aus einem grossen Angebot aus der ganzen Welt wählen. Das ist nicht selbstverständlich.
Die Wochen der Dürre in diesem Jahr führen uns vor Augen, dass es auch anders sein kann. Darum ist es nur gut und richtig, einmal im Jahr für die Ernten zu danken.
Wie viele christlich geprägte Feste hat auch das Erntedankfest vorchristliche Vorläufer. Bereits im Römischen Reich, im antiken Griechenland und in Israel waren Rituale zum Erntedank bekannt. Die Christen übernahmen den Brauch und integrierten ihn in den christlichen Glauben: In der Regel am ersten Sonntag im Oktober dankt der Mensch Gott für seine Gaben. Der Dank gilt auch den Menschen, die mit ihrer Arbeit Tag für Tag dafür sorgen, dass Essen und Trinken für alle verfügbar sind.
Der Mensch ist nach wie vor verantwortlich für die Schöpfung und muss sorgsam mit ihr umgehen – das ist ein weiterer zentraler Gedanke des Erntedankfestes. Das Fest kann Anlass sein, über die Abhängigkeit des Menschen zu der Natur nachzudenken und Gott dankbar zu sein für das, was er von ihm erhält.
Das Fest gibt auch Anlass, an die Menschen zu denken, denen es an Nahrung fehlt, die weltweit Hunger leiden.

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