Mariä-Himmelfahrt
Am Sonntag, 16. August, feiern wir um 10.30 Uhr in der Kirche St. Antonius das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Es gehört zu den ältesten Marienfesten der Kirche und erinnert daran, dass Gott Maria nach ihrem irdischen Leben mit Leib und Seele in seine himmlische Herrlichkeit aufgenommen hat. In ihr zeigt sich bereits, was allen Glaubenden verheissen ist: die Vollendung des Lebens bei Gott und die Teilhabe an der Auferstehung Christi. Mit diesem Fest ist ein schöner und alter Brauch verbunden: die Kräuter- und Blumenweihe. Viele Menschen bringen an diesem Tag selbstgebundene Sträusse aus Kräutern, Blumen und Heilpflanzen in die Kirche, damit sie gesegnet werden. Der Ursprung dieses Brauches liegt in einer alten Legende. Sie erzählt, dass die Apostel drei Tage nach dem Tod Mariens ihr Grab besuchten. Als sie es öffneten, fanden sie ihren Leib nicht mehr vor. Stattdessen war das Grab voll von duftenden Blumen und Kräutern – Pflanzen, die Maria während ihres Lebens besonders geschätzt haben soll. Die blühenden und wohlriechenden Gewächse wurden als Zeichen verstanden, dass Gott Maria nicht dem Tod überlassen, sondern sie in seine Herrlichkeit aufgenommen hat. Diese schöne Legende bringt eine tiefe Glaubenswahrheit zum Ausdruck: Das Leben endet nicht im Grab. Gott bewahrt und vollendet den Menschen. Maria ist dafür das erste und leuchtende Zeichen. In ihr wird sichtbar, was die Auferstehung Christi für uns alle bedeutet: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Die gesegneten Kräuter und Blumen erinnern uns deshalb an Gottes Nähe und an seine heilende Kraft. Sie stehen für die Schönheit der Schöpfung, für Dankbarkeit und für die Hoffnung, dass auch unser Leben einst bei Gott seine Vollendung finden wird. Zur Mitfeier des Gottesdienstes mit Kräuter- und Blumenweihe sind alle herzlich eingeladen.
Oliver Stens
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