Ein Wort zum Abschied

16. August 2011: Heute ist mein erster Arbeitstag in der Pfarrei Hombrechtikon-Grüningen-Wolfhausen. Ich bin erwartungsvoll und auch etwas aufgeregt. Nach dem Studium der Religionspädagogik in Luzern und 10-jähriger Tätigkeit als Katechetin in meiner Heimatpfarrei Rüti-Dürnten-Bubikon beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt. Einige Monate zuvor wurde „zufällig“ die Stelle der Religionspädagogin in Hombrechtikon frei. Zufall, so glaube ich, ist oft das, was einem von Gott zufällt. Mein Wunsch und Gebetsanliegen war, eine Arbeitsstelle in der Nähe meines Wohnortes zu finden und … voilà, hier war sie! Herzlich wurde ich von den Frauen im Sekretariat und den drei Seelsorgern empfangen. Es war ein guter Ort zum Arbeiten. Voller Dankbarkeit schaue ich auf die vergangenen 15 Jahre zurück. Ich erlebte Wertschätzung, Unterstützung, Respekt, Begegnungen auf Augenhöhe, geschwisterliches Miteinander, sehr viel Lachen und – auch das gehört zu Leben- manchmal Weinen, Höhen und Tiefen im Pfarreileben. Meine Ideen konnte ich selbstständig umsetzen und viel Neues im Unti ausprobieren. Doch auch das Miteinander im Gebet, Gottesdienst und in gemeinsamen Projekten war mir wichtig. Weekends und Lagerwochen, Bibelnacht und HGU-Gottesdienste, Erstkommunionfeiern, Pfarreiausflüge, Fastenwochen und das weihnachtliche Krippenspiel waren die Highlights im Kirchenjahr. So viele tolle Menschen durfte ich kennenlernen! Einige haben die Pfarrei verlassen, Neue sind gekommen. Die Pfarrei St. Niklaus wurde mir nicht nur Arbeitsort, sondern auch Heimat im Glauben. Obwohl ich mich sehr auf meine Pension freue, verspüre ich eine leise Wehmut. Doch bleibe ich weiterhin der Pfarrei verbunden: In den Sonntagsgottesdiensten, mit meinem Mann Michael im Lektorendienst und – wenn es mich braucht- einer gelegentlichen Aushilfe. So danke ich allen Pfarreiangehörigen und dem Seelsorge- und Pfarreiteam sowie der Kirchenpflege für diese 15 gemeinsamen Jahre.
Petra Kreuzer

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