Anbetung
Pixabay Geralt
Jeden Donnerstag von 18.30 bis 19.30 Uhr gibt es die „eucharistische Anbetung“. Eine kleine Gruppe findet sich dort jede Woche ein. Doch was macht man eigentlich während dieser Zeit?
Die kürzeste Antwort ist „nichts“. Es gibt eine kleine Geschichte dazu:
Der heilige Pfarrer von Ars entdeckte einmal in
seiner Kirche einen einfachen Bauern, der sich
dort oft stundenlang aufhielt, ohne Buch oder
Rosenkranz in den Händen, aber den Blick unab-
lässig nach vorne zum Tabernakel gerichtet. Er
fragte ihn: „Was tust du denn hier die ganze Zeit
über?“ Der Bauer antwortete: „Er schaut mich an,
und ich schaue Ihn an. Das ist genug.“
Für mich ist diese Stunde eine Zeit der Stille, eine Zeit, um zur Ruhe zu kommen und eine Zeit, in der ich nichts leisten muss. Ich darf einfach Da-sein. Sein vor Gott, der verborgen im Allerheiligsten da ist. Jesus, der von sich gesagt hat „Ich bin das Brot des Lebens“ ist gegenwärtig. Als Zeichen dafür steht auf dem Altar eine kostbar verzierte goldene Monstranz mit der Hostie im Zentrum. Sie zieht die Blicke auf sich. Meine Augen, die manchmal ziellos umherschweifen, können sich dort festhalten und ausruhen.
Alles, was mich beschäftigt, belastet und umtreibt, darf ich vor Gott ablegen. Der heilige Augustinus sagte: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir.“ Dieses Ausruhen bei Gott darf ich in der Anbetung erfahren. Dort in der Stille geschieht eine Wandlung: von der Unruhe zur Ruhe, von den Sorgen zum Getröstet-sein, von der Angst zum Vertrauen.
Kommen Sie doch auch einmal vorbei! Jeden Donnerstag in der Kirche St. Niklaus, von 18.30 bis 19.30 Uhr.
Petra Kreuzer
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