Impuls für das Fest Maria Himmelfahrt

Offiziell gefeirt wird das Fest am 15. August. Da an diesem Datum allerdings viele Leute in den Sommerferien sind, wurde in unserer Pfarrei vor vier Jahren dieser Anlass nach hinten verschoben, sprich er findet nun jeweils am ersten Sonntag nach Schulbeginn statt, verbunden mit einem Pfarreifest. In diesem Jahr begeht die Pfarrei zusätzlich das 70-jährige Bestehen der Marien-Kirche (sie wurde am 7. Oktober 1956 von Bischof Caminada geweiht).

Maria Himmelfahrt – Hoffnung für den ganzen Menschen

Maria Himmelfahrt erinnert daran, dass der Mensch mehr ist als Leistung, Erfolg oder das, was andere von ihm sehen. In der christlichen Tradition wird Maria mit Leib und Seele bei Gott vollendet. Das ist ein starkes Zeichen: Unser Körper, unsere Geschichte und unser Leben haben bleibenden Wert.

In einer Zeit, in der vieles schnelllebig ist und Menschen oft unter Druck stehen, lädt dieses Fest dazu ein, den eigenen Wert nicht von Perfektion oder Anerkennung abhängig zu machen. Maria wird nicht wegen aussergewöhnlicher Macht oder Einfluss geehrt, sondern wegen ihres Vertrauens, ihrer Offenheit und ihrer Bereitschaft, dem Leben zu dienen.

Auch der alte Brauch der Kräuterweihe passt gut in unsere Zeit. Die Vielfalt der Kräuter erinnert daran, wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sind. Sie lädt dazu ein, die Schöpfung mit Respekt zu behandeln und dankbar wahrzunehmen, was uns trägt und heilt.

Maria Himmelfahrt ist deshalb kein Fest der Weltflucht. Es erzählt von einer Hoffnung, die mitten im Leben beginnt: Jeder Mensch ist berufen, zu wachsen, Liebe weiterzugeben und darauf zu vertrauen, dass das Gute und die Liebe letztlich Bestand haben.

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