1. August – getragen von Gott, auch wenn es stürmt
Der 1. August lädt uns jedes Jahr ein, dankbar auf unser Land zu schauen: auf die Freiheit, den Frieden und die Stabilität, die wir oft als selbstverständlich erleben. Unsere Nationalhymne erinnert uns dabei an eine tiefere Wahrheit. In der vierten Strophe singen wir: «Fährst im wilden Sturm daher, bist du Hort und Wehr.» Diese Worte stammen aus einer Zeit, in der man wusste: Das Leben ist nicht nur Sonnenschein. Da gibt es Stürme – im Wetter, in der Geschichte, in den Herzen.
Auch wir kennen solche Stürme. Herausforderungen, die uns verunsichern; Spannungen in der Gesellschaft; Belastungen, die uns den Atem nehmen. Der 1. August lädt uns ein, gerade in solchen Momenten zu fragen: Was trägt uns wirklich? Die Hymne gibt eine klare Antwort: Nicht nur menschliche Kraft oder politische Sicherheit – sondern Gott, der uns ein Hort, eine Zuflucht, eine Wehr ist.
Ein Land steht nicht allein durch Mauern und Gesetze. Es lebt durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, einander achten und aufeinander hören. Die Freiheit, die wir feiern, ist nicht nur ein historisches Geschenk, sondern ein täglicher Auftrag. Freiheit wird dort stark, wo sie mit Respekt, Solidarität und dem Mut zur Wahrheit verbunden ist.
So feiern wir an diesem 1. August nicht nur einen Nationalfeiertag, sondern auch das Vertrauen darauf, dass Gott unser Land begleitet – im Licht wie im Sturm. Möge er uns zu Menschen machen, die Frieden stiften, die Schwachen im Blick behalten und die Gemeinschaft tragen, die unser Land stark macht.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen gesegneten 1. August, erfüllt von Dankbarkeit, Freude und Zuversicht.
Andreas Egli, Pfr. admin. a.i.
Am Abend erklingen um 20.00 Uhr für 15 Minuten die Glocken in der Kirche St. Antonius und der Kirche St. Franziskus.
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