Das Sakrament der Krankensalbung
Es gibt Zeiten, in denen das Leben leicht ist, getragen von Freude und Gesundheit. Doch wir kennen auch die anderen Stunden: Krankheit, Schwäche, Schmerz, das Gefühl, nicht mehr zu können. Gerade dann stellt sich die Frage: Ist Gott auch jetzt noch bei mir?
Die Wunder Jesu im Evangelium geben darauf eine klare Antwort. Immer wieder tritt er an die Seite der Leidenden: Er berührt, heilt, richtet auf. Nicht alle werden sofort gesund – aber alle erfahren: «Du bist nicht allein». Diese Zuwendung Jesu hat die Kirche im Sakrament der Krankensalbung bewahrt.
Die Krankensalbung ist kein «letztes Ritual», sondern ein Sakrament der Stärkung. Christus kommt dem Menschen nahe, der ein schweres Stück seines Weges trägt. In Krankheit und seelischer Not schenkt Er Trost, Mut und jene innere Kraft, die dem Leben wieder Richtung gibt. Durch die Salbung wird erfahrbar: Gott trägt das Kreuz nicht anstelle von uns – aber er trägt es mit uns.
Im Leiden verbinden wir uns tiefer mit Jesu eigenem Weg. Sein Kreuz wird zum Licht, das in unserem Dunkel leuchtet. Die Krankensalbung eröffnet diese Hoffnung: Gott hält uns, auch wenn uns die eigene Kraft verlässt. Er schenkt Frieden im Herzen und Vertrauen, dass wir nicht alleine durch das düstere Tal gehen müssen.
In den Gottesdiensten vom Samstag, 28. Februar 2026 in der Kapelle Forch und vom Sonntag, 1. März 2026 in der Kirche St. Antonius und in der Kirche St. Franziskus wird im Anschluss die Krankensalbung gespendet. Alle, die körperlich oder seelisch belastet sind, sind herzlich eingeladen, dieses stärkende Sakrament zu empfangen.
Andreas Egli, Pfr. admin. a. i.
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