Weihwasser- Salz- und Haussegenskleber Segnung am Dreikönigstag

Die Weihwasserweihe am Dreikönigstag ist in alten Schriften überliefert. Schon im 4. Jahrhundert bestand der Brauch, das Wasser des Nils in Alexandrien und das Wasser des Jordans in Palästina zu segnen. Im 11. Jahrhundert wird die Wasserweihe im Westen übernommen und mit einer Salzweihe verbunden. Dieses geweihte Salz wurde nicht nur als Gewürz gebraucht, sondern auch den Tieren als Futterzugabe beigemischt. Zudem wirkte das Salz gegen Wasserfäulnis. In der frühen Kirche war der Dreikönigstag neben Ostern einer der grossen Tauftage, an welchen die Neubekehrten in die Kirche aufgenommen wurden. Heute werden mit Wasser und Salz auch der Weihrauch und die Haussegenskleber gesegnet, welche zum Haussegen verwendet werden. Das geweihte Dreikönigswasser hat Abwehrfunktion gegen böse Mächte. Selbst Jesus benutzt das Salz im Gleichnis für die Rolle der Christen in der Welt: «Ihr seid das Salz der Erde» (Mt 5, 13). Salz zusammen mit Brot war früher ein Gastgeschenk.

Am Dreikönigstag nimmt man die Segnung der Wohnungen und Häuser mit Weihwasser vor. An der Tür wird der Haussegenskleber mit den Anfangsbuchstaben der drei Könige - Caspar, Melchior und Baltasar – angebracht 20 C + M + B + 26.

Neuerdings werden die drei Buchstaben auch als lateinische Abkürzung für den Satz Christus mansionem benedicat, Christus möge das Haus segnen, gedeutet.

Im Pilgergottesdiensten am Dreikönigstag, Dienstag, 6. Januar 2026, wird Dreikönigswasser und Salz, sowie die Haussegenskleber gesegnet. Sie haben die Möglichkeit, Speisesalz oder Salz für die Tiere in den Gottesdienst mitzunehmen, um es segnen zu lassen. Dreikönigswasser kann nach dem Gottesdienst in der Kirche zum Mitnehmen in Flaschen abgefüllt werden.

Die Segenskleber und das Dreikönigswasser werden am folgenden Wochenende nach den Heiligen Messen abgegeben.

Martin Oertig, Diakon

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