Heilige Drei Könige
Im Jahr 1164 wurden die Gebeine der drei Weisen aus dem Morgenland von Mailand nach Köln gebracht. Friedrich Barbarossa, von 1155 Kaiser des Heiligen römisch-deutschen Reiches, hatte nach dem Sieg über die Stadt diese als Tribut verlangt und dem Kölner Erzbischof Reinald v. Dassel geschenkt.
Das zentrale Motiv, den Stern von Bethlehem, haben die Sternsinger aufgegriffen. Der Brauch, dass Kinder die Häuser besuchen, entstand im Mittelalter. Je nach lokaler Gewohnheit ziehen die Sternsinger schon vor dem Dreikönigstag herum, um die Häuser zu segnen. Über der Tür werden die Jahreszahl und die Namen der Könige Caspar, Melchior, Baltasar mit Kreide aufgezeichnet oder ein vorgefertigter Kleberstreifen geklebt. Die Buchstaben lassen sich auch folgendermassen deuten «Christus Mansionem Benedicat» - «Christus segne das Haus».
Die drei Könige, zu denen die drei Sterndeuter im Mittelalter wurden, standen am Beginn nicht im Mittelpunkt des Festes. Der 6. Januar wurde zuerst als Taufe des Herrn gefeiert und das mit der Taufe verbundene Wirken Jesu in der Öffentlichkeit.
Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her, die im Evangelium erwähnt sind. Die Namen Casper, Melchior und Baltasar werden den Weisen seit dem 9. Jahrhundert gegeben. Sie gelten als die Vertreter der drei Erdteile und der drei Lebensalter. Seit dem 12. Jahrhundert sind die drei Könige auch die Patrone der Reisenden. Die Gasthausnamen wie Stern und Krone erinnern uns bis heute daran. AZ
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