Bruder Klaus, Friedensstifter

Nikolaus von der Flüe mahnt uns zum Frieden im eigenen Land und zum Frieden in der Welt, ermahnt uns vor allem zum Frieden im eigenen Herzen. Jesus preist in der Bergpredigt nicht einfach die Friedfertigen, sondern die Friedensstifter, jene, die mit dem Einsatz ihres ganzen Wesens «Frieden machen». Der Friede muß erarbeitet, erlitten, erbetet werden. Ein Mensch aber, der mit sich selbst uneins ist, der im inneren Unfrieden lebt, kann keinen Frieden stiften. Darum weist uns Bruder Klaus auf die tiefste Quelle allen Friedens hin, wenn er an den Rat von Bern schreibt: «Fried ist allweg in Gott, denn Gott ist der Fried». Gott in der Einheit seiner drei Personen ist das Urbild und die Quelle allen Friedens; er schenkt uns diesen Frieden als erste Gabe der Erlösung, als Anfang der Herrschaft Gottes auf Erden, als Geschenk des Heiligen Geistes: «Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, … Treue» (Gal 5, 22). «Das Reich Gottes … ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist» (Röm 14, 17). Wir müssen dem Geist für seinen Frieden danken und ihn bitten, sein Wirken in uns noch zu vertiefen. Dann kann der Friede, den Gott in uns wirkt, aus dem Innersten unserer Person ausstrahlen und andere überzeugen. Im Frieden Jesu Christi, den die Welt nicht geben kann (Joh 14, 27), können wir selbst echte Friedensstifter werden. (Hl. Johannes Paul II.)

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