Rückblick Assisi-Reise

Segensreiche Tage in Assisi – Sieben Minis auf den Spuren dreier Heiliger

Vom 18.-22. April waren sieben Jugendliche unserer Pfarrei unterwegs in Italien. Am 18. April begann die Wallfahrt nach einer langen Zugfahrt mit der Besichtigung des Ursprungsortes der franziskanisch-klarianischen Bewegung in der Kirche St. Maria degli Angeli, Portiunkula. Wir besichtigten die kleine Kirche in der Kirche und beteten in der Sterbekapelle des hl. Franziskus. Hier weihte sich die hl. Klara Gott in die Hände des hl. Franziskus. Wir besiegelten unser erstes Wallfahrtsziel mit der Vorabendmesse. Danach bezogen wir unser Quartier im Diözesanhaus Casa Papa Giovanni. Ein besonderes Geschenk war, dass wir dort eine Kapelle hatten, in der wir jeweils die Tage beginnen und beenden konnten. Den Sonntag begannen wir gemeinsam mit den kontemplativen deutschsprachigen Klarissen-Kapuzinerinnen im Kloster Santa Croce.

Das nächste Pilgerziel war die Einsiedelei Eremo di Carceri, in die sich der hl. Franziskus immer wieder zum Gebet zurückzog. Die wunderschöne Wanderung durch den Wald war eine besondere Herausforderung für so manchen der Jugendlichen – schliesslich führte der steinige Weg steil bergauf. Oben angekommen wurden wir mit einem malerischen Panoramablick auf das Umbrische Tal belohnt. Auch die Besichtigung der einzelnen Höhlen der ersten Franziskaner war beeindruckend. Am Nachmittag besuchten wir verschiedene Kirchen, besonders jedoch die Gräber der Heiligen Franziskus, Klara und Carlo.

Am Montag spazierten wir durch einen Olivenhain und gelangten in das Kirchlein San Damiano. Hier bekam der hl. Franziskus in einer mystischen Schau den Auftrag vom Gekreuzigten: «Baue meine Kirche wieder auf.» Die hl. Klara und ihre Schwestern lebten hier in radikaler Armut, was man an den Räumlichkeiten bewundern konnte. Am Nachmittag beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem beeindruckenden Leben des hl. Carlo Acutis. Mit erst 15 Jahren verstarb er im Jahr 2006 und seine Gebeine liegen in seinem Lieblingswallfahrtsort Assisi begraben – hinter Glas, gekleidet als Jugendlicher unserer Zeit. Danach ging es in Zweiergruppen auf eine Schnitzeljagd quer durch Assisi. Der Tag klang mit einem amüsanten Spieleabend aus.

Am Dienstag feierte ein dynamischer Franziskanerpater eine Heilige Messe auf Deutsch nur für uns in der Basilika San Francesco. Danach bekamen wir eine professionelle Führung mit dem Franziskaner Thomas Freidl durch den riesigen Komplex der Grabeskirche San Francesco, die mit den Fresken von Giotto zum Weltkulturerbe zählt. Dabei lernten wir den hl. Franziskus besser kennen. Am Nachmittag standen uns zwei Schwestern des Klosters Santa Croce Rede und Antwort.

Via Rom ging es am Mittwoch wieder Richtung Schweiz. Dabei war es ein besonderes Highlight, dass wir im Petersdom eine feierliche Heilige Messe am Kathedra-Altar mitfeiern durften. Die Jugendlichen hatten viel Spass miteinander – und dies nicht nur beim allabendlichen Glacé-Essen. Die Abschlussrunde in der Kapelle am Dienstag Abend brachte zum Vorschein, wie prägend die Tage für die Kids waren. Ein O-Ton des freien Gebetes: «Ich danke dir, Gott, dass ich in diesen Tagen im Glauben wachsen durfte.» Ein besonderer Dank gilt den beiden Begleitpersonen Dan Cajöri und Maddalena Spaltro für die tatkräftige Unterstützung.

Julia Buchholz, Seelsorgerin

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