Ach Blasius!
Pfr. Andreas M. Fuchs
Blasius von Sebaste starb 316 als Märtyrer bei einer Christenverfolgung in der römischen Provinz Kleinarmenien. Der Heilige war Arzt und half allen Menschen – ob arm oder reich.
Wegen der Christenverfolgung soll er sich in einer Höhle versteckt haben, wo er von Tieren bewacht wurde. Vögel brachten ihm Essen, und Blasius kümmerte sich im Gegenzug um alle Tiere des Waldes. Er segnete sie, befreite sie aus Fallen und heilte ihre Verletzungen.
Trotzdem wurde der Bischof eines Tages während einer Jagd verhaftet und kam ins Gefängnis. Auch hier wandte er sich seinen Nächsten zu und heilte die Menschen, mit denen er zusammen war. Der römische Statthalter versuchte, Blasius vom Glauben abzubringen. Doch er blieb standhaft, auch unter Folter. Blasius wurde schliesslich mit zwei Gefährten enthauptet.
Ursprung des Blasiussegens
Nach der bekanntesten Legende soll Blasius aus dem Gefängnis heraus durch Gebete einen Jungen gerettet haben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Auf diese Erzählung geht seine Verehrung als Schutzheiliger bei Halskrankheiten zurück.
Beim Blasiussegen werden gekreuzte Kerzen verwendet. Doch woher kommt der Brauch dieser gekreuzten Kerzen? Eine mögliche Erklärung ist, dass Blasius während des Grätenwunders im Gefängnis war. Er sass also wörtlich „hinter Gittern“. Die Kerzen, durch die der Segen gespendet wird, könnten diese Gitter symbolisieren und damit zeigen, dass das Gebet durch alle Gitter dieser Welt hindurch kommen kann.
Der Segen wird grundsätzlich jedem einzeln gespendet, weil es gerade um diese persönliche Zusage der Nähe Gottes geht. Die üblichen Segensworte des Blasiussegens sind: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“
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